Saison 2026/27

  • Di., 27.10.2026 19:30 Uhr / Tonhalle Zürich - Grosser Saal
    Saisoneröffnung mit Daniel Hope

    Die Natur, selbst reich an Klingendem, hat seit jeher Eingang in die Musik gefunden – als lautmalerische Imitation von Donnergrollen, Wasserplätschern oder Vogelrufen, aber auch als Ausdruck innerer «Empfindung» angesichts ihrer sublimen Schönheit, Kraft und Bedrohlichkeit. Im grossen Eröffnungskonzert widmen sich das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope jenem Werk, das unter den musikalischen Naturdarstellungen wie eine höchste Bergspitze herausragt: Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, Pastorale. Meisterhaft verleiht Beethoven hier diesem inneren Naturerleben Ausdruck, ohne blosse «Mahlerey» in Tönen zu betreiben, auch wenn er etwa Nachtigall, Wachtel und Kuckuck nachahmen lässt.
    Einem anderen Singvogel wiederum widmete sich Ralph Vaughan Williams in seinem Werk The Lark Ascending, das in Grossbritannien nach dem Ersten Weltkrieg zu einer eigentlichen Hymne des Trostes wurde. Der Komponist liess sich für diese pastorale Romanze von einer Lerche inspirieren, die hoch über der Erde schwebend minutenlang ihren ergreifenden Gesang verbreitet – und verarbeitete diesen zu einem nicht minder ergreifenden, entrückten Violinsolo.

    Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 8 D-Dur, MWV N8 (Fassung mit Bläsern)
    Ralph Vaughan Williams The Lark Ascending für Violine und kleines Orchester
    Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale, op. 68

    Daniel Hope (Music Director)
    Zürcher Kammerorchester

    Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40


    Daniel Hope © Nikolaj Lund

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  • Di., 24.11.2026 19:30 Uhr / Tonhalle Zürich - Grosser Saal
    Bostridge, Bloxham & Goldscheider

    Mit dem Briten Jonathan Bloxham am Pult führt dieses Programm auf die britische Insel, wo wir drei prägenden Kräften der dortigen Musik begegnen: dem als «Orpheus Britannicus» gefeierten Barockkomponisten Henry Purcell, dem grossen Erneuerer Benjamin Britten und Anna Clyne, der wohl wichtigsten Stimme des heutigen britischen Musikschaffens. Benjamin Britten galt als eine Art geistiger Erbe Purcells. Mit seiner Serenade, op. 31 wandte er sich – den barocken Vorgänger wie ein fernes Echo mitschwingend – erstmals der Vertonung der englischen Sprache zu und setzte sechs Gedichte britischer Autor:innen unterschiedlicher Epochen zu einem hochemotionalen Liederzyklus für Tenor, Horn und Streichorchester. Mit dem Tenor Ian Bostridge dürfen wir einen der profundesten Kenner von Brittens Serenade begrüssen, während der junge Brite Ben Goldscheider als Hornsolist die Rolle des ambivalenten Gesprächspartners und mahnenden Echos übernimmt. Goldscheider ist darüber hinaus auch der Solist in der Uraufführung des Hornkonzerts Sirens von Anna Clyne.

    Henry Purcell Abdelazer, or The Moor’s Revenge. Suite, Z 570
    Anna Clyne Sirens für Horn und Streichorchester (Schweizer Erstaufführung)
    Henry Purcell Suite aus Dido and Aeneas, Z 626 / Z 730
    Benjamin Britten Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester, op. 31

    Jonathan Bloxham (Leitung)
    Ian Bostridge (Tenor)
    Ben Goldscheider (Horn)
    Zürcher Kammerorchester

    Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

    Ian Bostridge © Marco Borggreve

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  • Fr., 01.01.2027 17:00 Uhr / Tonhalle Zürich - Grosser Saal
    Neujahrskonzert mit Asya Fateyeva & Tjasha Gafner

    Mit Asya Fateyeva feiern wir den Jahreswechsel gemeinsam mit einer Künstlerin, die ihrem Instrument dank innovativer Programme, künstlerischer Furchtlosigkeit und eines unverwechselbaren Timbres stets neue Räume eröffnet. In Alexander Glasunows Saxophonkonzert wird sie jene warme Klanglichkeit und technische Souveränität entfalten, die ihr Spiel so einzigartig machen. Glasunow – Landsmann und Zeitgenosse Sergei Prokofjews – behandelte das damals noch junge, in der Jazz- und Militärmusik verortete Saxophon nicht viel anders als gängigere Soloinstrumente eines Konzerts in bester spätromantischer Manier: sonor, kantabel und virtuos. Mit funkelnden Farben eröffnet der Konzertabend dank der Schweizer Harfenistin Tjasha Gafner, die mit dem Concertino von Germaine Tailleferre ein wahres Schmuckstück der Literatur für ihr Instrument interpretiert. Prokofjews Symphonie classique sorgt für Leichtigkeit und Esprit, bevor Asya Fatayeva das Publikum gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester mit einer überaus originellen, jazzigen Bearbeitung des zauberhaften Festtagsklassikers Der Nussknacker von Pjotr I. Tschaikowsky beschwingt ins neue Jahr entlässt.

    Germaine Tailleferre Concertino für Harfe und Orchester
    Alexander Glasunow Konzert für Saxophon und Streichorchester Es-Dur, op. 109
    Sergei Prokofjew Sinfonie Nr. 1, Klassische, op. 25
    Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Auszüge aus: Der Nussknacker, op. 71, bearbeitet für Saxophon und Orchester von Wolf Kerschek

    Asya Fateyeva (Saxophon)
    Tjasha Gafner (Harfe)
    Daniel Bard (Violine und Leitung)
    Zürcher Kammerorchester

    Ticketpreise: CHF 130 | 120 | 100 | 75 | 45

    Asya Fateyeva © Marco Borggreve

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  • Di., 13.04.2027 19:30 Uhr / Tonhalle Zürich - Grosser Saal
    Julia Hagen

    Dieses Programm spannt einen Bogen vom galant raffinierten Glanz der Frühklassik bis zur radikalen Tonsprache des Spätwerks Beethovens. Als befänden wir uns auf einer musikalischen Zeitreise, lässt sich verfolgen, wie sich der persönliche Ausdruck und die individuelle Stimme vom frühen Haydn bis zum späten Beethoven immer deutlicher herausbilden. Die Ouvertüre zur Oper L’amant anonyme des schillernden Mozart-Zeitgenossen Joseph Bologne macht den Anfang und bereitet der Cellistin Julia Hagen die Bühne für Joseph Haydns Konzert in C-Dur – ein Werk, das mit seinem brillanten Tonfall und den Wechseln von Soli und Orchesterritornellen zunächst viel spätbarocken Geist verströmt, im Finale schliesslich in virtuose Kühnheit mündet. Wenn das nicht die besten Voraussetzungen für Julia Hagen sind, um die «Natürlichkeit, Wärme, Vitalität und den Mut zum Risiko» ihres Spiels aufs Schönste zur Geltung zu bringen. Ludwig van Beethovens letztes, in fast vollständiger Taubheit entstandenes Streichquartett, op. 135 bildet den Abschluss: Im vergrösserten Klangraum des Streichorchesters vermag es seine intime Kraft noch eindringlicher zu entfalten.

    Joseph Bologne Ouvertüre, aus: L’amant anonyme
    Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1
    Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 16 F-Dur, op. 135 (Fassung für Streichorchester)

    Julia Hagen (Violoncello)
    Pablo Hernán Benedí (Violine und Leitung)
    Zürcher Kammerorchester

    Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

    Julia Hagen © Simon Pauly

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  • Di., 22.06.2027 19:30 Uhr / Tonhalle Zürich - Grosser Saal
    Saisonabschluss mit Kristian Bezuidenhout & Daniel Hope

    Mozart und Mendelssohn – beide waren Frühvollendete und Frühverstorbene, und beide verfügten über die aussergewöhnliche Gabe, höchste kompositorische Handwerkskunst schwerelos und selbstverständlich erscheinen zu lassen. Nicht zufällig wurde Felix Mendelssohn, der bereits in seinen jugendlichen Streichersinfonien eine beeindruckende künstlerische Reife an den Tag legte, demnach als «Mozart des Jahrhunderts» gefeiert. Diesen beiden genialen Persönlichkeiten widmet Music Director Daniel Hope das grosse Saisonfinale und spannt dafür mit dem Pianisten Kristian Bezuidenhout zusammen – einem ausgewiesenen Kenner sowohl Mozarts als auch Mendelssohns, in dessen Konzert für Violine und Klavier er Seite an Seite mit Daniel Hope zu erleben ist. In der A-Dur- Sinfonie, noch in den Salzburger Jahren entstanden, verarbeitet Wolfgang Amadeus Mozart seine frisch gewonnenen Wiener Eindrücke zu einer auffallend charaktervollen, schwärmerischen und farbenreichen Partitur – ein jugendlicher Geniestreich, der dieses Programm glanzvoll beschliesst.

    Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 10 h-Moll, MWV N10
    Felix Mendelssohn Konzert für Violine, Klavier und Streichorchester d-Moll, MWV O4
    Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 13 C-Dur, KV 415
    Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 29 A-Dur, KV 201

    Daniel Hope (Music Director)
    Kristian Bezuidenhout (Klavier)
    Zürcher Kammerorchester

    Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

    Kristian Bezuidenhout © Marco Borggreve

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Di., 27.10.2026 19:30 Uhr
Tonhalle Zürich - Grosser Saal

Saisoneröffnung mit Daniel Hope


Daniel Hope (Music Director)
Zürcher Kammerorchester

Werke von Felix Mendelssohn, Ralph Vaughan Williams und Ludwig van Beethoven

Di., 24.11.2026 19:30 Uhr
Tonhalle Zürich - Grosser Saal

Bostridge, Bloxham & Goldscheider


Jonathan Bloxham (Leitung)
Ian Bostridge (Tenor)
Ben Goldscheider (Horn)
Zürcher Kammerorchester

Werke von Henry Purcell, Anna Clyne und Benjamin Britten

Fr., 01.01.2027 17:00 Uhr
Tonhalle Zürich - Grosser Saal

Neujahrskonzert mit Asya Fateyeva & Tjasha Gafner


Asya Fateyeva (Saxophon)
Tjasha Gafner (Harfe)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester

Werke von Germaine Tailleferre, Alexander Glasunow, Sergei Prokofjew und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Di., 13.04.2027 19:30 Uhr
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Julia Hagen


Julia Hagen (Violoncello)
Zürcher Kammerorchester

Werke von Joseph Bologne, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven

Di., 22.06.2027 19:30 Uhr
Tonhalle Zürich - Grosser Saal

Saisonabschluss mit Kristian Bezuidenhout & Daniel Hope


Daniel Hope (Music Director)
Kristian Bezuidenhout (Klavier)
Zürcher Kammerorchester

Werke von Felix Mendelssohn und Wolfgang Amadeus Mozart

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